This album is very good. My kind of Blues ... Chicago Blues. As Soultaker would say, it's a "Hennessy" kind of album. Avoid any distraction, just sit down with a glass of your favorite drink to sip on -- and forget about the ordinary things in life.
John "Johnny" Ned Shines was born April 25, 1915 in Frayser (Frazier), Tennessee. When he was six, he moved to Memphis where he later played at Juke joints and parties, following the usual career path for Blues musicians. Early in his career, Howlin' Wolf's music was his biggest influence -- so it is no coincidence that Johnny's nickname was Little Wolf.
In 1934, he met Robert Johnson whom he accompanied on his gigs throughout the South, and Johnny clearly shaped his own style after Robert Johnson's Blues.
Frustrated with the music business and royalty issues, he gave up playing in 1958, but returned in 1966 after being re-discovered while working as a photographer in a blues club. In 1966 he recorded Chicago: The Blues Today (Vanguard) which re-ignited his career.
In the late 60's Johnny moved to Alabama, playing the Delta Blues and becoming one of the last Delta Blues legends alive. Despite the effects of a stroke he suffered in 1980, he remained however a "formidable performer" as one of his bios states.
His last appearance was in the early 90's in a documentary about Robert Johnson. He died in 1992 in
Tuscaloosa, Alabama.
Throughout his 4 decades long career Johnny played with the greatest of the great in Blues: Sonny Boy Williamson, Willie Dixon, Honey Boy Edwards, just to mention a few.
Artie White is yet another Mississippi blues man, whom I did not know. I found out about him while visiting with relatives here in Dayton, Ohio. I don't even attempt to describe the extent of the music collection from which -- miraculously -- this artist's CD appeared.
For a short bio of Artie's please go here.
Everyone knows that my favorite bluesman is -- and will always be -- the Wolf. But when I came across this recording of his Smokestack Lightning by Muddy, I was almost tempted to step out on him. (I didn't, though. The Wolf is still my main man.)
Das erste Mal geriet John Mayall durch nicht musikbezogene Aktivitaeten in die Schlagzeilen. Als Teenager bezog er naemlich sein eigenes Haus -- sprich Baumhaus -- im Garten seines Elternhaus. Ein Unterfangen, das fuer Schlagzeilen sorgte.
Ueber das Unternehmen "Mayall's Baumhaus" wurde erneut berichtet, als er nach der Rueckkehr aus dem Koreakrieg sogar mit seiner ersten Frau, Pamela, dort einzog. Exzentrisch blieb John Mayall sein Leben lang, auch als die Baumhauszeiten vorueber waren. Den Blues bekam John Mayall wohl schon in die Wiege gelegt, obwohl er nicht wie die amerikanischen Bluesmusiker ins typische schwarze Bluesmilieu hineingeboren wurde. Als Kind einer fuenfkoepfigen englischen Arbeiterfamilie, die in den Wirren des zweiten Weltkrieges zu ueberleben versuchte, war sein Leben nicht weniger von der Ungewissheit und Existenzangst gepraegt, die das Leben von Generationen Farbiger in Amerika plagten. John's Vater war nicht nur Jazzfan sondern fuehlte sich auch zum Blues hingezogen und spielte Gitarre. Klein John wuchs auf mit der Musik von Leadbelly, Albert Ammons, Eddie Lang and Pinetop Smith, die sein Vater hoerte.
Mit 13 schliesslich begann er sich -- auf Nachbars Piano -- das Kalvierspielen beizubringen. Gebrauchte Mundharmonikas und geliehene Gitarren vervollstaendigten das Instrumenten-Arsenal des geborenen Bluesmusikers.
Aber erst einmal kamen der Musik der Koreakrieg, eine grundsolide Gollegeausbildung und eine erfolgreiche Designerkarriere in die Quere. Mit 30 aber hielt John nichts mehr vom Sprung in die Musikerkarriere ab.
Sechs Jahre lang spielte er (nebenberuflich) bei The Powerhouse Four und The Blues Syndicate. Das war zu der gleichen Zeit als Alexis Korner den 60er Blues Boom in England startete.
Alexis Korner erkannte John's Talent und foerderte ihn. Korner's Einfluss sicherte John und seiner Band, den Bluesbreakers, den Einstieg in die professionelle Musik.
Ein weiterer Meilenstein in John's Karriere bildete seine Zusammenarbeit mit Eric Clapton, die zum ersten Hit-Album von John Mayall's Bluesbreakers fuehrte.
Mit der Zeit entwickelte sich John Mayall auch selbst zum Entdecker und Foerderer von Nachwuchstalenten. 1969 hatte er es mit seiner kantigen Version des Chicago Blues auch in den Staaten zu betraeachtlichem Ansehen gebracht und er veroeffentlichte das mittlererweile legendaere Album "The Turning Point". Der Titel Room To Move aus diesem Album gilt als Klassiker der Rockgeschichte.
In England trat er mit den groessten der Grossen des Blues auf; er begleitete z. B. John Lee Hooker, T-Bone Walker und Sonny Boy Williamson auf ihren Tourneen. Spaetestens zu diesem Zeitpunkt war John Mayall wer im Blues ... Wie so oft im Leben aber, sollte auch John's Glueck nicht ungetruebt bleiben. 1979 flaute das Interesses am Blues merklich ab, und sein Stern begann zu sinken. Zu dieser professionellen Durststrecke gesellte sich dann auch noch privates Pech: bei einem Hausbrand verlor John nicht nur sein beruehmtes "handgemachtes" Haus, sondern neben denen seines Vaters auch seine eigenen, aeusserst ausfuehrlich gefuehrten Tagebuecher.
Auch seine Kunst- und Buechersammlung und wertvolle Originalaufnahmen des Musikers gingen dabei verloren.
Doch schon 1982 stand er wieder auf der Buehne. Zusammen mit Mick Taylor und John McVie liess er seine Bluesbreakers wiederauferstehn. In diesem Zeitraum entstand das Musikvideo "Blues Alive", in dem u. a. Albert King, Etta James und Buddy Guy mitwirkten. Taylor und McVie gingen danach ihre eigenen Wege, und 1984 gruendete John eine neue Formation seiner Bluesbreakers mit Coco Montoya, Walter Trout und Joe Yuele.
Die 90er sahen John Mayall and The Bluesbreakers erneut auf Erfolgskurs. Die Gruppe veroeffentlichte mehrere erfolgreiche Alben, von denen "Wake Up Call" eine Grammy Nomination erhielt.
Auch im neuen Jahrhundert ist John Mayall mit seiner Musik dabei; 2005 veroeffentlichte er "Road Dogs", sein 55stes Album. Sein 2007 erschienenes Album "In The Palace Of The King" ist ein Tribut an die Bluesbreakers und Freddie King.
Und auch heute noch, mit 75, spielt John Mayal den Blues, wie ihn kein anderer je spielen wird.
Wie in der Ueberschrift angedeutet, stimme ich der Beurteilung Koko's als Queen des Blues nicht zu. Ich finde sie einfach zu roh! Ihr Stil war, finde ich, fuer ihre juengere Stimme besser geeignet als fuer ihre reifere. Deshalb mag ich auch diesen Clip von Wang Dang Doodle ganz gerne.
Da sie aber sozusagen im Curriculum eines Bluesschuelers nicht fehlen darf, habe ich mich auf die Suche nach ihrer Musik gemacht. Dass sie so singt, wie sie es eben tut, wunderte mich nach der Lektuere ihre Bios nicht mehr: sie versucht m. E. Howlin' Wolf zu kopieren. Wenn man genauer hinhoert, erkennt man das sofort.
Ihr mehr jazziges Material gefaellt mir schon besser; ihre Stimme ist aber auch auf diesen Aufnahmen nicht ueberwaeltigend. Die Interpretation in Up In Flames hingegen, finde ich gut.
Koko mit dem Howlin' Wolf Titel Wang Dang Doodle
Up In Flames
Aus meiner Sammlung: What Kind Of Man Is This
Koko wurde 1935 in Memphis, Tennessee als Cora Walton geboren. (Von Verwandten wurde sie Koko genannt.) Wie damals ueblich, verdiente sich die Familie mit Sharecropping ihren Lebensunterhalt, Koko sang Gospel in der Kirche und die Songs, die sie in B. B. King's Radioprogramm hoerte. Als Vorbilder gibt sie u. a. Bessie Smith, Muddy Waters und Howlin' Wolf an.
Mit 15 startete sie ihre Karriere als Saengerin und lernte bei den Auftritten auch bald Robert Taylor kennen. Die beiden heirateten und gingen 1953 nach Chicago. Dort arbeitete Koko als Hausmaedchen. Nachts traten sie in den Clubs der Chicagoer Szene auf, wo Koko von Willie Dixon entdeckt wurde. Dixon verhalf ihr zu ihrer ersten Plattenaufnahme Honky Tonky.
Bei Chess Records gelang ihr dann der grosse Erfolg mit Wang Dang Doodle (geschrieben von Willie Dixon fuer Howlin' Wolf.) Sie hat eine Vielzahl von Platten herausgebracht, und ist, wie schon gesagt, zur Queen des Blues ernannt worden.
Albert Luandrew wurde 1907, wie koennte es auch anders sein, in Mississppi geboren. Noch in den Kinderschuhen arbeitete er tagsueber auf der Farm und brachte sich abends das Orgel- und Klavierspielen bei.
Als Predigersohn war es eigentlich nicht angebracht "weltliche" Musik zu hoeren, aber Albert kuemmerte das wenig. Er hoerte Blues wo und wann immer er konnte. Zu der Zeit war der Blues noch im Enstehen, und die Musiker, die Albert faszinierten -- und seinen Stil praegten -- waren die Pioniere des Genre. Mit 11 Jahren spielte Albert schon auf Parties und in Clubs; mit 15 bekam er seine erste feste Anstellung im Hot Shot's Club in Vance, Miss. Fuer die naechsten drei Jahre durchstreifte er Bars und spielte auf Hausparties. Weil er den Song Sunnyland Train sehr oft spielte, taufte man ihn bald in Sunnyland Slim um. 1925 liess er sich in Memphis, Tennessee nieder. Von da tourte er die Suedstaaten und spielte mit Bluesgroessen wie Sonny Boy Williamson, Memphis Slim oder Blind Boy Fuller. 1942 schliesslich wurden viele der Bluesclubs in Memphis geschlossen, und Sunnyland zog nach Chicago, wo er sich recht bald als Musiker fuer Little Walter und Muddy Waters etablieren konnte.
Von 1947 bis 1954, so heisst es, war der Keller seines Hauses zugleich Schlafstaette und Vergnuegungsort fuer viele junge Bluesmusiker, die nach Chicago gezogen waren, um ihr Glueck zu suchen. Bis sie es gefunden hatten, fanden sie Unterschlupf bei Sunnyland Slim. Waehrend seiner langen Karriere, trat er mit der Creme des Genres auf: Howlin' Wolf und Otis Rush z. B.
Sunnyland gruendete ausserdem sein eigenes label, schrieb ueber 60 Lieder und erschien auf mehr als 40 Plattenaufnahmen. Sein "roots" Stil als Pianospieler beinflusste die Musik von Muddy Waters, B. B. King und Walter Horton, um nur einige Kuenstler zu nennen. Sunnyland Slim trat, wenn auch nur sporadisch, bis kurz vor seinem Tode 1995 auf.
Hubert Sumlin at the guitar (Howlin' Wolf's guitarist) and Willie Dixon at the bass! Intro: Sonny Boy Williamson
Ich sage ja auch, dass es niemanden was angeht, was ich tue (oder nicht). Aber -- wenn Otis Spann singt: "one of these days, I'm goin' crazy, buy me a shot gun and kill my baby", dann ist er aber mit dieser Einstellung ganz gewaltig auf dem Holzweg. Na ja! Anscheinend bringt ihn sein "baby" aber manchmal ganz schoen auf die Palme ... .
Heute gibt's zwei Piano Blues Stuecke mit Otis Spann.
Otis Spann: Ain't Nobody's Business If I Do
Otis Spann wurde am 21. Maerz 1930 in Jackson, Mississippi geboren. Mit 14 spielte er bereits in Clubs und Juke Joints. Nach dem Tod seiner Mutter zog er nach Chicago zu Verwandten. Dort lernte er Big Maceo Merriweather, den Pianisten von Muddy Waters, kennen. Maceo nahm das Nachwuchstalent unter seine Fittiche und 1952 uebernahm Otis Maceos Posten in Muddy Waters Band. Sein Pianostil sollte fortan Muddy Waters Blues kennzeichnen. Und als "Muddy Waters Pianist" sollte er auch in die Musikgeschichte eingehen, denn bevor er seine Solokarriere so richtig in Schwung bringen konnte, wurde er krank. Er starb 1970 an Leberkrebs inChicago.
Okay. Ich lerne jeden Tag ein bisschen was dazu. Mit Otis Rush und Magic Sam stelle ich heute zwei Vertreter des Chicago Blues vor.
Chicago Blues ist durch einen starken Jazzeinfluss gepraegt. Die Akustikgitarre wird von einer elektrischen Gitarre ersetzt. Dazu gesellen sich dann Bassgitarre, Schlagzeug und Piano. Manchmal kommt auch noch das Saxophon hinzu. Falls auch eine Harmonika dazu gehoert, wird diese durch ein Mikrophon und einen Verstaerker hervorgehoben. Neben einer erweiterten Notenskala (verglichen mit der des Delta Blues) kennzeichnet den Chicago Blues ein schwerer, schleifender Bass. Dieser Stil wurde waehrend der "Great Migration" in der ersten Haelfte des 20. Jahrhunderts geformt. In dieser Zeit zogen viele schwarze Arbeiter aus dem armen Sueden -- hauptsaechlich Mississippi -- in den industrialisierten Norden der U.S.A. um sich ein besseres Leben zu ermoeglichen. Und mit ihnen kam der Blues, der sich dann zu dieser Form weiterentwickelte.
Otis Rush: I Can't Quit You Baby Otis, der Linkshaender, spielt eine Rechtshaendergitarre. Sehr interessant. Die Gitarre wird einfach nur umgedreht. Dementsprechend sind die Saiten fuer den Gitarristen anders herum angeordnet als es normalerweise der Fall ist.